Ihr Datenschutzbeauftragter informiert

Veröffentlicht am 22 Feb. 2016 von

 

Locky – ein liebevoll klingender Kosename für einen Verschlüsselungstrojaner, der mit seinen Opfern alles andere als liebevoll umgeht. Er verschlüsselt nicht nur die Festplatte des Rechners den er befallen hat, sondern arbeitet sich auch durch das Netzwerk und befällt alle weiteren erreichbaren Rechner. Die komplex verschlüsselten Dateien sind dann nicht mehr nutzbar. Der von den Angreifern gegen die Zahlung von Lösegeld angebotene Entschlüsselungskey kommt in der Regel trotz Zahlung nicht an. Wohl dem, der jetzt auf eine aktuelle Datensicherung zurückgreifen kann.

 

Was ist zu tun?

  • Regelmäßige Backups – täglich (IT-Abteilung)
  • Aktueller Virenscanner – ggf. mehrfach täglich (IT-Abteilung)
  • Deaktivieren des automatischen Starts von Makros (IT-Abteilung)
  • Vorsicht bei E-Mailanhängen (Nutzer)
  • – Ist der Absender bekannt?
    – Erwarte ich eine E-Mail mit einem Word- oder Excel- oder pdf-Anhang?
    – Habe ich von diesem Absender schon solche Anhänge erhalten?

 

Wenn die Antworten hier „Nein“ lauten, dann ist höchste Vorsicht geboten. Das gilt z. B. für unerwartete Paketankündigungen oder Rechnungen.

  • Löschen Sie die E-Mail und klicken Sie keinesfalls den Anhang an.
  • Stimmen Sie sich im Zweifelsfall mit Ihrem Vorgesetzen bzw. der IT-Abteilung ab.
  • Trennen Sie bei Verdacht auf Infizierung alle Netzwerkverbindungen und externen Speicher (USB-Stick, USB-Platte) und informieren Sie danach die IT-Abteilung.

Diese Empfehlungen gelten nicht nur für den Firmenrechner, sondern auch für den heimischen PC.
 

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass sich Locky nicht mehr nur in Word-, Excel- oder pdf-Anhängen versteckt. Auch E-Mails, die vorgeben, dass der Empfänger ein Fax erhalten hat, gehören zum Verbreitungskanal des Trojaners. Das angehängte ZIP-File sollte deshalb keinesfalls geöffnet werden.

 

Ihr Datenschutzbeauftragter
Patric Rudtke

 

Grimm-Michael

Mit freundlichen Grüßen
Michael Grimm